EIN SOMMERNACHTSTRAUM

von William Shakespeare. Deutsch von Rebekka Kricheldorf

 

Freilicht-Premiere: 17. Mai 2018

Theseus, Herzog von Athen, steht kurz davor Hippolyta zu heiraten, die Königin der Amazonen. Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit. Diese Frist setzt er auch seiner Tochter Hermia, die sich entscheiden muss, ob sie nach dem Willen ihres Vaters den verhassten Demetrius oder – unter Androhung des Todes – den von ihr heiss geliebten Lysander zum Mann nehmen will. Sie hört auf ihr Herz und ihre Wahl fällt auf Lysander, mit dem sie Hals über Kopf in den Wald flieht. Ihre Freundin Helena, die, leider unerwidert, den Demetrius liebt, erzählt ihrem Angebeteten von Hermias Geheimnis – nur um ihm, der Hermia und Lysander eifersüchtig in den Wald gefolgt ist, ihrerseits nachzustellen. Dieses Liebeschaos wird im dunklen Forst erst richtig kompliziert, denn hier treibt der Waldgeist Puck sein Unwesen als rechte Hand des Elfenkönigs Oberon. Dieser hat einen veritablen Ehekrach mit seiner Gemahlin Titania und möchte ihr eins auswischen. Zu diesem Zweck lässt sich Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unsterblich in den Erstbesten verliebt, den man beim Aufwachen erblickt. Das «Opfer» wird Zettel sein, Mitglied einer liebenswert-chaotischen Gruppe von Handwerkern und Theaterenthusiasten, die im Wald das Stück von «Pyramus und Thisbe» einstudieren. Diesem hext Puck einen Eselskopf auf den Leib und führt ihn zur schlafenden Titania. Nebenbei soll der rastlose Puck auch noch die zerstrittenen Liebenden mit dem Kraut versöhnen. Allerdings erwischt er dabei die Falschen, der Liebeskummer wird zur Raserei, der Feenwald zum fast tödlichen Albtraumdickicht. Doch den Waldgöttern sei Dank gibt es ein Gegenmittel …

Regie: Elias Perrig
Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht
Live-Musik: Sandro Corbat
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Julian M. Boine, Sandro Corbat, Julka Duda, Marie Gesien, Stefan Lahr, Pit Arne Pietz, Miriam Wagner

 

TRANQUILLO – ab dem 12. April 2018 im Kino

Als Mittzwanziger lebt Peter ein routiniertes urbanes Leben und organisiert Partys. Er ist zwar charmant, handelt aber egoistisch und versucht damit sein Umfeld von sich abhängig zu machen. Ein chronisch auftretender Tinnitus löst selbstzerstörerische Impulse aus, in denen er sich mehr und mehr isoliert, von Freunden distanziert und seine Beziehung beendet. Verdrängung und Einsicht liegen nahe beieinander, als er darum ringt, sein gewohntes Leben aufrechtzuerhalten und an körperlichen sowie mentalen Grenzen scheitert.

 

DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN

oder Die Feuerprobe. Ein grosses historisches Ritterschauspiel von Heinrich von Kleist

 

Premiere am 25. Januar 2018

Eines Tages im Mittelalter kommt der tapfere Ritter Friedrich Wetter vom Strahl mit einer kleinen Reparaturarbeit an seiner Rüstung zu Theobald Friedeborn, dem Waffenschmied am Marktplatz von Heilbronn. In der Schmiede begegnet der Ritter der Tochter des Waffenschmieds: Katharina, genannt Käthchen. Und von dem Augenblick an, in dem das Käthchen zum ersten Mal den Ritter erblickt, kann sie nicht mehr anders: sie muss ihm folgen – wie der Blitz schlägt der Ritter vom Strahl in ihrem Leben ein. Sie springt ihm aus dem Fenster hinterher, verletzt sich dabei lebensgefährlich, doch kaum ist sie genesen, folgt sie ihm «wie ein Hund», lagert in seinen Ställen, und als der Ritter sie mit der Peitsche davonjagt, verzieht sie sich unter einen Holunderbusch vor seinem Schloss Wetterstrahl. Dieser Zustand dauert an, bis Käthchens Vater den Grafen vor Gericht der teuflischen Künste und Verführung seiner Tochter anklagt. Was für Käthchen Gewissheit ist, ahnt der launische Graf bloss: Die Vorsehung hat Käthchen und ihn füreinander bestimmt. In einem parallelen Traum waren sie einander bereits begegnet, zusammengeführt von einem Cherub. Friedrich muss den Traum erst über Umwege entschlüsseln: Er missversteht manches Zeichen und läuft in die Arme seiner Feindin, der Kunigunde von Thurneck … Für das glückliche Ende bedarf es einer ausgerechnet von Kunigunde angezettelten Probe, in der Käthchen ihr Leben riskiert – es ist die «Feuerprobe» …

Regie: Barbara-David Brüesch
Bühne: Corinne L. Rusch
Kostüme: Karin Jud
Es spielen: Joachim Aeschlimann (Kunigunde von Thurneck), Nicolas Batthyany (Gottschalk), Katharina von Bock (Gräfin Helena), Michael von Burg (Georg von Waldstätten / Rheingraf vom Stein) Julka Duda (Käthchen), Matthias Kurmann (Friedrich Wetter, Graf vom Strahl), Stefan Lahr (Maximilian, Burggraf von Freiburg / Eginhardt von der Wart), Andreas Storm (Theobald Friedeborn)

 

THEATER KANTON ZÜRICH

Beginnend mit der Spielzeit 2017/18 ist Joachim Aeschlimann festes Ensemblemitglied vom Theater Kanton Zürich

Joachim Aeschlimann ist 1987 in Zürich geboren. Er tritt schon früh öffentlich in verschiedenen Theaterstücken auf, so mit vierzehn Jahren als Prinz Edward in einer Inszenierung Stefan Puchers von William Shakespeares «Richard III.» im Schauspielhaus Zürich. Im Jahr 2007 nimmt Joachim Aeschlimann zunächst ein Lehramtsstudium für die Primarschule am Institut Unterstrass auf, das er 2010 erfolgreich abschliesst. Im gleichen Jahr schreibt und illustriert er «Alles nur Theater», einen Lehrfächer mit Übungen aus dem Bereich der Theaterpädagogik. Es folgt ein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, das er 2017 mit dem Master of Arts abschliesst. Während seines Studiums erhält er 2012 den Studienpreis des Migros-Kulturprozent im Fachbereich Schauspiel und ein Jahr später den Studienpreis der Armin Ziegler-Stiftung. Er spielt in zahlreichen Produktionen am Theater der Künste u.a. in der Regie von Christina Rast, Stefan Nolte und Christoph Frick. Ebenfalls gastiert er am Jungen Schauspielhaus Zürich als Robert im Stück «Die grüne Katze» in der Regie von Enrico Beeler. Seit 2012 ist er vermehrt in TV- und Kinoproduktionen zu sehen, so in dem schweizerischen Spielfilm «Ziellos» (Regie Niklaus Hilber) oder in den Kinofilmen «Heimatland» (Regie Tobias Nölle) und «Amateur Teens» (Regie Niklaus Hilber). Sein Erstengagement führt ihn ab der Spielzeit 2017/2018 zum Theater Kanton Zürich.

Zum laufenden Spielplan:
Spielplan 17/18

 

REISE NACH COMALA

Uraufführung nach dem Roman Pedro Páramo von Juan Rulfo

Musiktheater
für Schauspielensemble, Vokalensemble, Intrumentalensemble und Elektronik

Reise nach Comala ist ein Gespräch mit Toten. Comala ist der Ort, an dem die Stimmen jener gespeichert bleiben, die unter der gewissenlosen Herrschaft Pedro Páramos samt ihrem Dorf längst zugrunde gegangen sind. Reise nach Comala ist ein «Theater der Stimmen», ein vielstimmig klingender Raum, der die Trennung zwischen Zuschauer und Bühne aufhebt.

Pedro Páramo, der einzige Roman des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo aus dem Jahre 1955, gilt heute als Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur, als einsamer, kühn montierter Vorläufer des magischen Realismus. Seine Sprache ist von einfacher und strenger Schönheit. Der Roman zeichnet das Bild einer rigiden, erstarrten Gemeinschaft innerhalb eines Systems aus Abhängigkeit und Mittäterschaft. Selbsttäuschungen und Illusionen verhindern jede Veränderung. Doch eine Stimme widersteht der Gewalt. Kann Freiheit und Erneuerung gelingen ohne die Einsicht in den Selbstbetrug?

Reise nach Comala – die Musik Germán Toro Pérez’ ist ganz dem Text Rulfos verpflichtet, dessen kultureller Schärfe, sprachlicher Vielfalt und poetischer Kraft. Sie führt durch stetig wechselnde Erzählperspektiven, Handlungs- und Zeitebenen hinein in die labyrinthische Welt Comalas.

Musik: Germán Toro Pérez / Libretto, Regie: Stefan Nolte / Ausstattung: Mathis Neidhardt / Licht: Stefan Bolliger / Video: Georg Lendorff / Musikalische Leitung: Peter Siegwart / Schauspiel: Jessica Früh, Mona Petri, Joachim Aeschliman, Ingo Ospelt, Jonas Rüegg, Lukas Waldvogel, André Willmund

Vokalensemble Zürich: Muriel Schwarz (Solo), Keiko Enomoto, Jean-Christophe Groffe, Reto Hofstetter, Jean Knutti, Gianna Lunardi, Chasper Mani, Akira Tachikawa / Ensemble PHACE, Wien: Petra Ackermann, Alexandra Dienz, Reinhard Fuchs, Michael Krenn, Doris Nicoletti, Ivana Pristasova, Daniel Riegler, Roland Schueler, Berndt Thurner / ICST Institute for Computer Music and Sound Technology, Zürich – Klangregie: Germán Toro Pérez, Florian Bogner

In Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste
Departement Darstellende Künste und Film/Departement Musik

Premiere Di 16. Mai 2017, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen Do 18. / Fr 19. / Sa 20. Mai 2017, jeweils 19.30 Uhr

Bühne A, Gessnerallee 9, 8001 Zürich
Theater der Künste

Aufführungen in deutscher Sprache
Spanisch gesungene Texte mit deutschen Untertiteln

www.vokalensemblezuerich.ch
www.chambermusic.ch

 

DIE GRÜNE KATZE

von Elise Wilk

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aus dem Rumänischen von Ciprian Marinescu und Frank Weigand
Deutschsprachige Erstaufführung

Bianca schwärmt für Robert. Doch der ist damit beschäftigt, dem Lebensplan, den seine Eltern für ihn vorgesehen haben, zu entkommen. Bianca teilt mit ihrer besten Freundin Roxana alles, auch Victor, den Schutzengel. Biancas Schwester Flori versucht mit Beschwörungen das Schicksal zu überlisten. Biancas früherer Freund Boogie beamt sich mit Pillencocktails in andere Sphären, um sich über den Verlust von Bianca hinwegzutrösten. Dani jagt der grünen Katze nach, durch die für ihn alles leichter wird. Im „President“ fordern sie das Leben heraus. Doch ein Samstagabend dort endete anders als alle vorherigen.

Das Stück erzählt von der Sehnsucht nach einer Bestimmung im Leben, nach Halt und Geborgenheit.

Premiere am 5. Juni 2015

Regie: Enrico Beeler / Bühne: Marc Totzke / Kostüme: Cornelia Koch / Musik: Simon Ho / Choreografie: Buz / Dramaturgie: Petra Fischer / Trailer: Alun Meyerhans / Spiel: Joachim Aeschlimann, Matthias Britschgi, Lotti Happle, Aaron Hitz, Sibylle Mumenthaler, Anna Schinz

Im November 2016 wird das Stück im Schiffbau zum zweiten Mal wiederaufgenommen.

Alle Infos und Aufführungsdaten unter:
junges.schauspielhaus.ch