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BESENKAMMERSPIELE


Premiere: 6. April 2020 um 23:04 auf SRF1
Weitere infos und Tickets via Kellertheater Winterthur
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9. FANFALUCA – Jugend Theater Festival Schweiz


© Bettina Diel

WENN ALLE EINFACH BEHAUPTEN, DANN FUNKTIONIERT ES
Tamea Wissmann für das INTRIGE Magazin, 19. September 2022

In der alten Fabrikhalle der Eniwa in Aarau stehen die Jugendlichen der AG Theater Rämibühl Schulter an Schulter im Kreis. Sie halten sich an den Händen. Es ist nun an der Zeit, sich noch ein letztes Mal zu sammeln. In wenigen Minuten werden sich alle in ihre Kostüme werfen und noch einmal gemeinsam durchgehen, was sie in den vergangenen drei Tagen erarbeitet haben, bevor es ernst wird und sie das Ganze einem Publikum präsentieren werden. Das Aarauer Theaterfestival Fanfaluca bietet jedes Jahr drei Theatergruppen die Möglichkeit, während drei Tagen auf dem stillgelegten Fabrikgelände der Eniwa frei zu experimentieren. Während dieser sogenannten ‘Residenzen’ lassen sich die Gruppen von diesem Ort inspirieren, der auf einer Insel mitten in der Aare liegt. In den abschliessenden Showings präsentieren die Gruppen der Öffentlichkeit, woran sie während der drei Tage gearbeitet haben.

Im Kreis ist noch keine Ruhe eingekehrt. Die Jugendlichen sind müde von den intensiven Tagen, die sie hinter sich haben und immer wieder löst sich ein unterdrücktes Kichern aus den Reihen. Joachim Aeschlimann, der Regisseur und Leiter der Gruppe, hält die Jugendlichen mit ruhiger Stimme an, jetzt in sich zu gehen. Gemeinsam singen sie Bajuschki Baju, das Schlaflied, welches auch im bevorstehenden Showing zu hören sein wird. Jetzt kehrt der Fokus schnell zurück. Jede einzelne Person weiss, was sie zu tun hat. Was jetzt nicht ganz sitzt, wird einfach behauptet. Vor nicht einmal zwei Stunden führte die Gruppe noch eine rege Diskussion darüber, ob «das mit den Streikzetteln» vielleicht doch keine gute Idee sei. Schliesslich waren sich alle einig: Dieser Teil wird gestrichen.
Neben der AG Theater Rämibühl zeigen die drei Frauen der Gruppe Pedala aus Zürich und die Bewegungstheatergruppe Grande Giro aus dem Tessin, wozu sie auf der Kraftwerksinsel inspiriert wurden. Beim abschliessenden Gespräch werden sie alle sagen, es sei erstaunlich, wie unterschiedlich die Performances geworden sind. Bereits in der Nutzung des Raumes gibt es grosse Unterschiede: Pedala beispielsweise spielen in einer leeren Garage, ganz im Gegensatz zu Grande Giro, die das Publikum mit ihrer clownesken Performance einmal quer über den ganzen Vorplatz des Fabrikgebäudes führen.

HARTE ARBEIT

Die AG Theater Rämibühl ist die gemeinsame Schultheatergruppe von vier Zürcher Gymnasien. Weil das neue Schuljahr gerade erst begonnen hat, ist das Ensemble des vergangenen Schuljahres ans Fanfaluca gereist. Entsprechend gibt es einige Mitglieder, die im Sommer ihre Matura abgeschlossen und die Schule eigentlich verlassen haben. Dass sie für die Festivalwoche trotzdem nochmals zur Gruppe dazugestossen sind, zeigt, wie sehr das Theaterspielen die Schüler:innen zusammengeschweisst hat. «Die drei Tage waren eine mega intensive Zeit, der Aufwand hat sich aber definitiv gelohnt», meint Leo Waltenspül, Mitglied der AG und einer der ‘Rückkehrer’, welche die Matura bereits hinter sich haben.
Die Gruppe ist am Fanfaluca im Übrigen nicht nur in Residenz, sondern hat hier am Dienstagabend auch ihr Stück alles ist gut vom vergangenen Sommer nochmals aufgeführt. Alicia Löffler, ebenfalls Mitglied der AG, betont, wie inspirierend es war zu sehen, dass mit dem Ensemble von alles ist gut in drei kurzen Tagen nochmals etwas ganz Neues entstehen konnte. Mit einem Ensemble von rund zwanzig Leuten in dieser Zeit etwas auf die Beine zu stellen, will gut geplant sein: Am Mittwoch wurden in Kleingruppen Ideen gesammelt und aus diesen am Donnerstag und Freitag eine etwa zwanzigminütige Performance entwickelt. Die Jugendlichen und Joachim Aeschlimann mussten viel diskutieren, sich zugleich schnell einigen und immer wieder Dinge anpassen. Die Spielerin Alex Gut sagt, es sei während der Arbeit besonders wichtig gewesen, sich nicht zu früh auf eine bestimmte Idee zu versteifen und Festgelegtes immer wieder zu überdenken. Das Fanfaluca stellte der AG Mikrofone, Scheinwerfer und Lautsprecher zur Verfügung. Die Requisiten – unter anderem einige lange Plastikrohre, ein riesiges metallenes Rad sowie Tische und Stühle – haben die Jugendlichen auf dem Gelände gefunden und zusammengetragen.

STREIK IN DER FABRIK

Nun ist alles bereit für das Showing. Das Publikum wartet auf dem Vorplatz des Fabrikgebäudes auf das OK der Spielenden. Durch eine Seitentür geht es eine Treppe hinauf in einen Raum, der früher von Arbeiter:innen der Eniwa Fabrik als Umkleide genutzt wurde. Beim Betreten fällt ein Zettel ins Auge: «Triggerwarnung Tod», steht darauf. Das Zimmer ist in rotes Scheinwerferlicht getaucht. In den grossen Schliessfächern an der Wand liegen bewegungslos sechs Spielende. Um ihre Hälse sind Schals gewickelt, als wären sie erhängt worden. Nun entwickelt sich in diesem Zimmer eine schauderhafte Szene: Während die sechs Spielenden mit ausdruckslosen Stimmen Bajuschki Baju singen, steigt plötzlich der Rest der Gruppe wie Zombies aus den restlichen Schliessfächern und fällt in den Gesang mit ein. Hand in Hand mit den Spielenden und begleitet von ihrem Gesang wird das Publikum treppab in die grosse Fabrikhalle geführt. Was hier passiert, ist ganz anders als die Zombies aus der Umkleide. Mit viel Bewegung und zu wummernder Musik spielt die AG einen kommunistischen Arbeiter:innenaufstand in der Eniwa Fabrik, der übergeht in eine groteske Modenschau, in der die Jugendlichen, gekleidet in Plastikfolie mit Eniwa-Aufdruck, über einen Laufsteg aus Tischen stolzieren. Die Bewegungen werden immer schneller und lauter, bis die Kakofonie auf ihrem Höhepunkt explodiert. Es dauert lange, bis im Publikum die ersten Klatscher die dröhnende Stille durchbrechen.

DIE GEIZIGE

Komödie nach Molière

Premiere: 19. Mai 2022

Im Hause der geizigen Harpagonne droht durch die Liebe alles aus den Fugen zu geraten. Die Hausherrin hatte grosse und lukrative Heiratspläne für ihre beiden Kinder. Doch der Sohn verliebt sich in jemanden unter seinem Stand und die Tochter in einen Mann, auf den Harpagonne selbst ein Auge geworfen hat. Harpagonne greift durch und will ihre beiden Kinder mit vermögenden älteren Herrschaften verkuppeln. Ein Netz aus Intrigen, Misstrauen, Geiz und Konsumrausch entspinnt sich in Harpagonnes Haus, in dem alle die Pläne der anderen durchkreuzen wollen. Es wird auf- und abgerechnet. Da ist ein Happy End nur möglich, wenn die Quadratur des Kreises gelingt und alle bekommen, was sie sich wünschen, das Geld aber in der Familie bleibt.

Regie: Barbara-David Brüesch
Bühne: Corinne L. Rusch
Kostüme: Heidi Walter
Dramaturgie: Ann-Marie Arioli
Regieassistenz: Sophia Pervilhac
Mit: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Manuel Herwig, Stefan Lahr, Anja Rüegg, Andreas Storm, Miriam Wagner, Nico Feer (Musik)

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

DAS MIT DE ZOE

Julie Budtz Sørensen, aus dem Dänischen von Andreas Liebmann

Premiere: 2. Juni 2022

Ein Zürcher Gymnasium, Samstagnacht, in der alten Turnhalle: Hier feiert Zoes Clique heimlich eine Party. Es wird getanzt, geflirtet, getrunken – und dann bringt noch einer MDMA. Die Nacht endet in einer Katastrophe: Zoe wird vergewaltigt. Und niemand weiss, wer es war.

Besetzung: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoë, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoë), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex), Karin Berri (Frau Sonderegger, Mutter v. Mia), Sirio Flückiger (Herr Bajna, Vater von Emma), Zita Bernet(Christine, Mutter von Sofie), Budimka Bajo-Bollin (Kantinenfrau)

Sowie mit: Lara Durtschi, Lina Hasenfratz, Michelle Hürlimann, Salome Immoos, Noémie Märki, Levin Geser, Roman Kiwic, Ryan C. Paget, Luca Schäfer, Sabine Bär-Graf, Elisabeth Stäheli, Manuel Diener, Martin Janser, Samuel Schmid

Regieassistenz: Zita Bernet – Tontechnik Aufnahmen Mirjam Emmenegger, Franz Baumann, Roland Fatzer – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Dramaturgie & Regie: Reto Ott – Produktion: SRF 2021

DER ZERBROCHNE KRUG

von Heinrich von Kleist – eine Koproduktion mit dem Theater Winterthur

Premiere: 27. Oktober 2021 im Theater Winterthur

In einer kleinen Gemeinde sitzt der Dorfrichter Adam über sein eigenes Vergehen zu Gericht und versucht mit allen Mitteln, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und einen Sündenbock zu finden. Der Schadenswert mag klein scheinen: ein zerbrochener Krug, der Marthe Rull gehört. Doch in Wirklichkeit geht es um den Ruf von Marthes Tochter Eve, ihre Verlobung mit Ruprecht und einen üblen Erpressungsversuch des Dorfrichters Adam.

In dieser Gerichtskomödie scheint die Wahrheit reine Ansichtssache zu sein. Das Publikum ist den Figuren immer einen Schritt voraus und die Komik entsteht aus den verzweifelten Versuchen des Dorfrichters, mit zahlreichen Täuschungen, schamlosem Machtmissbrauch, wilden Beschuldigungen, Lügen und Ausflüchten seine Schuld zu vertuschen.

Regie: Elias Perrig
Bühne: Beate Fassnacht
Kostüme: Charlotte Sonja Willi
Dramaturgie: Ann-Marie Arioli
Regieassistenz: Sophia Pervilhac
Mit: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Manuel Herwig, Stephan Lahr, Pit Arne Pietz, Anja Rüegg, Miriam Wagner

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

DIE DREIGROSCHENOPER

von Bertolt Brecht. Musik von Kurt Weill

Premiere: 21. Mai 2021
Die Halbwelt von London ist die Heimat der Diebe, Huren und Bettler. Deren ungekrönter König ist Peachum. Er macht guten Gewinn mit dem Mitleid der Leute, indem er die Armen der Stadt zu bedauernswerten Krüppeln ausstaffiert und dafür einen Grossteil des so erbettelten Geldes kassiert. Die zweite Grösse im zwielichtigen Milieu ist der Gangster Mac-heath, genannt Mackie Messer. Der gross-mäulige Frauenheld ist unter den freundlich zugekniffenen Augen des korrupten Polizeichefs Tiger Brown zu einer Unterweltgrösse aufgestiegen. Unglücklicherweise findet Mackie Gefallen an Peachums Tochter Polly. Beide schliessen heimlich den Bund fürs Leben. Als Peachum von der Heirat erfährt, kommt es zum erbitterten Kampf zwischen den beiden Konkurrenten: Erpressung, Bestechung und Denunziatio-nen sollen Peachums Geschäft und Polly retten. Am Schluss landet Mackie am Galgen, doch der Mond über Soho scheint weiterhin hell über seinem Haupt …

Regie: Rüdiger Burbach
Musikalische Leitung: Till Löffler
Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht
Choreografie: Diane Gemsch
Dramaturgie: Ann-Marie Arioli
Licht: Patrick Hunka
Regieassistenz: Katharina Stark
Mit: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Manuel Herwig, Romeo Meyer, Pit Arne Pietz, Anja Rüegg, Miriam Wagner, Leonie-Merlin Young
und Till Löffler, Olav Lervik

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

AG THEATER TEASER SCHNUPPERKURS 2020

von AG Theater Rämibühl

Aufgrund der Coronakrise und den damit verbundenen Schutzmassnahmen an den Schulen Rämibühl findet der Schnupperkurs dieses Jahr nicht im Juni und Juli sondern nach den Sommerferien statt. Bis Ende Sommerferien werden Anmeldungen für unseren Schnupperkurs via contact@agtheater.ch entgegen genommen.

Auf bald!

Eure AGT Co-Leitung Sabina, Daniel und Joachim

MIR WÄND DOCH WIEDER SPILE

von Joachim Aeschlimann

Wir sind weiterhin voller Tatendrang, und für uns gehört Theater zum Leben. Egal wieviel Theater wir gerade zu Hause haben, ohne Sie, unser Publikum, macht es nur halb so viel Freude. Deswegen singt uns unser Ensemblemitglied Joachim Aeschlimann mit seiner wunderbaren TZ-Hymne: «Mir wänd doch wider spile» aus der Seele. Im Video senden Ihnen unsere Schauspieler*innen Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Julka Duda, Daniel Hajdu, Manuel Herwig, Stefan Lahr, Pit Arne Pietz und Miriam Wagner ihre besten Grüsse.

Text: Joachim Aeschlimann
Beat: Michael Schertenleib aka. Impuls
Fotos: Ensemble TKZ

SCHRECKMÜMPFELI «GIFT UND GALLE»

von Klaus Enser-Schlag

Premiere: 6. April 2020 um 23:04 auf SRF1

Am 5. November 1975 drang es zu später Stunde erstmals in die helvetischen Stuben und Schlafzimmer: das «Schreckmümpfeli». Seither gingen gegen tausend von diesen ironischen Kurzkrimis über den Sender. Der Sendetermin wurde zur Fixzeit für Hörerinnen und Hörer, die sich ohne beschleunigten Puls und Kribbeln im Bauch nicht mehr unter die Bettdecke verkriechen mochten. Das «Schreckmümpfeli» wurde bald Kult und ist bis heute lebendig und attraktiv geblieben.

Mit: Lotti Happle (Marie-Claire), Joachim Aeschlimann (Roger), Aaron Hitz (Amadeus)

Tontechnik: Roli Fatzer
Regie: Diana Rojas-Feile
Produktion: SRF 2020

Schreckmümpfeli «Gift und Galle» – Klaus Enser-Schlag – Diana Rojas-Feile  – Hörspiel SRF
«Gift und Galle» in SRF Mediathek anhören

ZWANZIG AUF SELSKY

von Patrick Findeis

Premiere: 21. März 2020, 20:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Atmosphärisches Hörspiel um Schuld und Mitschuld auf allen Seiten. Bei der Suche nach dem einen Mörder offenbaren sich Abgründe in nahezu allen Figuren im Grossstadtdschungel Berlin. Auch der leitende Kommissar schleppt seine Traumata mit sich herum.

Mit: Sebastian Weber (Kovac), Anne Müller (Wahlberg), Daniel Lommatzsch (Vogts), Klara Meier (Isabelle), Andri Schenardi (Heimann), Thomas Wodianka (Selsky), Joachim Aeschlimann (Ömer), Nils Kahnwald (Hermann Bautzner), Maja Beckmann (Mandy Bautzner), Birgit Bücker (Kandulski), Dinah Hinz (Mutter), Chantal Le Moign (Wirtin/Beamtin Notruf), Alexander M. Schmidt (Pathologe/Späti-Besitzer), Ilja Baumeier (Taxifahrer)

Tontechnik: Basil Kneubühler
Dramaturgie und Regie: Mark Ginzler
Produktion: SRF 2020
Dauer: 58′

Zwanzig auf Selsky – Patrick Findeis – Mark Ginzler  – Hörspiel SRF
«Zwanzig auf Selsky» in SRF Mediathek anhören

HAUTNAH

von Patrick Marber

Premiere: 12. Dezember 2019

Eine junge Frau läuft vor ein Auto. Ein junger Mann bringt sie ins Krankenhaus. Von Beruf ist er Nachrufeschreiber und sie strippt. Sie werden ein Paar – und sie inspiriert ihn zu einem Roman. Eine Frau geht in den Zoo. Ein Mann spricht sie an. Er will mit ihr ins Hotel. Schliesslich hat man sich im Internet zum Sex verabredet. Ein Missverständnis – aus dem eine Ehe erwächst.
Zwei Paare: Alice und Dan, Anna und Larry. Dan betrügt Alice mit Anna. Larry findet Trost bei Alice. Und dann kehrt sich alles noch einmal um.
«Hautnah» erzählt die Geschichte von vier Menschen, die sich begegnen, lieben und trennen in fast beliebigen Konstellationen. Dabei stellen sie die Austauschbarkeit der körperlichen Liebe immer wieder vor die Chance auf eine echte Beziehung. Doch hinter der harten Fassade verbergen alle eine tiefe Einsamkeit. Aus der vermeintlichen Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung wird ein kompromissloses Spiel, aus dem niemand als Sieger hervorgehen kann. Der Trieb, das Glück des anderen zu zerstören, wird so mächtig, dass er unweigerlich in die Selbstzerstörung führt. Der hintergründige Humor Marbers erhöht dabei auf erbarmungslose Weise die Fallhöhe der Protagonisten, denen nach und nach schmerzhaft deutlich wird, dass sie sich durch ihr Spiel nur selbst um jede Möglichkeit gebracht haben, ihre unterdrückten Hoffnungen zu verwirklichen.
 «Die meisten Liebesgeschichten erzählen vom Anfang einer Beziehung, von ihrer Mitte und dem Ende der Liebe», erklärt Marber. «Mir erscheint der Mittelteil stets als der langweiligste. Bei HAUTNAH wollte ich hart von Anfang zum Ende einer Liebe schneiden und darauf vertrauen, dass sich das Publikum den Mittelteil selbst vorstellt.»

Regie: Rüdiger Burbach
Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Michael von Burg, Julka Duda, Miriam Wagner

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

DER BÜEZER

von Hans Kaufmann

Ab dem 12. September 2019 im Kino

Der junge Sanitärtechniker Patrick «Sigi» Signer weiss nach dem Tod seiner Eltern nicht, wohin mit seinem Leben. Der Lohn reicht zu nichts, die Frauen ignorieren ihn und echte Freunde hat er eigentlich auch keine. Eines Abends begegnet Signer Hannah. Er spricht sie an, gibt sich aus Angst vor einer Abweisung aber als trendiger Werber aus. Als Hannah von Signers wahrer Identität als Büezer erfährt, nimmt das Unheil seinen Lauf … Innerhalb von zwanzig Tagen, mit einer kleinen Crew und minimalem Budget, drehte Hans Kaufmann – selbst tätig in der Werbefilmbranche, aber aufgewachsen im Albisrieder Arbeiterquartier – diesen Debütfilm. Das Resultat ist ein waschechter Zürifilm, der neben bekannten Namen auch echte Figuren aus dem Zürcher Milieu vorstellt.

DER JUNGE MIT DEM KOFFER

von Mike Kenny

Premiere: 5. September 2019

Es herrscht Krieg. Naz muss fliehen. So wird er eines Tages von seinen Eltern mit nichts als einem Koffer und einem Kugelschreiber in den Bus gesetzt. Wohin dieser fährt, weiss er nicht. Aber mit dem Kugelschreiber soll er hin und wieder eine Postkarte schreiben, mitteilen, wie es ihm geht, und ob er es bis nach London geschafft hat. Denn sein Bruder lebt dort in einem Land, das ganz anders ist als seine Heimat. In England ist alles wie Milch und Honig, schreibt sein Bruder. Und so beginnt Naz’ Reise in die Ungewissheit: ohne seine Eltern und ohne zu wissen, wie er sein Ziel erreichen soll. Sein Weg führt ihn über Gebirge, Meere, durch Wüsten und Gefahren, die er gleich seinem Vorbild, Sindbad dem Seefahrer, meistert. Sein Vater hat ihm oft aus dessen Abenteuern vorgelesen, bevor die Bomben kamen. Auf seiner Flucht schöpft Naz aus der Erinnerung an Sindbads Geschichten immer wieder Kraft für lebenswichtige Entscheidungen. Die Erinnerung an Sindbads sieben Reisen hilft dem Jungen, sich mit seinen kindlichen Phantasien zu trösten, auch dann, als er seine liebgewonnene Leidensgefährtin Krysia verliert und sich der Traum vom Wohlstand in der modernen westlichen Welt als Illusion erweist.

Regie: Johanna Böckli
Bühne und Kostüme: Monika Frenz
Musik: Sandro Corbat
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Michael von Burg, Julka Duda

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

NICHTS

in drei Akten nach Janne Teller

Premiere: 3. April 2019

Die Adaption von Janne Tellers Roman „Nichts – Was im Leben wichtig ist“ zwingt die Schülerinnen und Schüler der AG Theater dazu, sich mit den eigenen Fragen nach Sinn, Bedeutung und Wichtigkeit auseinanderzusetzen. Doch nicht nur bietet die Romanhandlung wenig Hilfreiches bei deren Beantwortung, sie scheint geradezu den Sinn dieser Fragen selbst zu verneinen. Mit dieser nihilistischen Perspektive konfrontiert, begibt sich die AG Theater also nicht nur auf die Suche nach einem möglichen Rahmen für die wucht- und gewaltvollen Handlungen in Tellers Roman, sondern auch auf eine Mission gegen die eigenen (Selbst-)Zweifel an der Welt.

Aula Rämibühl
Rämistrasse 56
8001 Zürich

LEITUNG: Sabina Aeschlimann, Joachim Aeschlimann, Daniel Riniker
BÜHNENBILD: Anna Wohlgemuth
KOSTÜMBILD: Isabel Schumacher
ENSEMBLE: Ekaterina Maksyagina, Paula Ursprung, Liam Rooney, Clarissa Lutz, Aman Afzali, Anaelle Hurni, Léon Guggenheim, Noé Kuhn, Sebastian Elben, Anouk Haueter, Laura Andres,Rachael Ashiyanbi, Isabelle Schäfer, Sophie Bernegger, Elsa Nautsch, Mona Ksibi, Celia Bode, Alice Schadde, Helius Wang, Jamin Eberhardt, Tomás Bashe Fernandez de Gamboa, Julie Fischer, Lelah Neary, Ida Maglia, Miguel Märchy, Antoine Deschamp

KOMÖDIE IM DUNKELN

von Peter Shaffer

Premiere: 24. Januar 2019

Brindsley Miller, ein junger erfolgloser Bildhauer, lädt den russischen Kunstsammler Godunow, gemeinsam mit seinem zukünftigen Schwiegervater in seine Wohnung ein. Grosse Erwartungen sind mit diesem Abend verbunden. Godunow soll ihm ein Kunstwerk abkaufen und der Vater seiner Verlobten Carol soll sein Einverständnis zur geplanten Hochzeit geben. Um seinen Schwiegervater in spe zu beeindrucken, hat sich Brindsley Miller die wertvollen Möbel seines Nachbarn, der gerade in den Ferien weilt, heimlich ausgeliehen. Brindsley verdient als Künstler nicht viel, und so wollen er und Carol bei ihrem strengen Vater den Anschein von Wohlstand erwecken. Doch ein Stromausfall durchkreuzt alle Pläne.

Regie: Rüdiger Burbach
Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Julka Duda, Stefan Lahr, Andreas Storm, Miriam Wagner

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

DIE MAUSEFALLE

von Agatha Christie

Premiere: 22. November 2018

Molly und Giles Ralston sind aufgeregt, eröffnet das junge Ehepaar doch seine erste eigene Pension. Vier Gäste haben je ein Zimmer gebucht: der junge, etwas sonderbare Architekturstudent Christopher Wren, die strenge und altjüngferliche Mrs. Boyle, die distanzierte Miss Casewell und der pensionierte Offizier Major Metcalf. Mr. Paravicini überschlägt sich in der Nacht mit seinem Auto in einer Schneewehe und findet ebenfalls in der Pension Unterschlupf. Das Wetter verschlechtert sich weiter, bald sind die Strassen nicht mehr befahrbar und das Haus ist völlig von der Aussenwelt abgeschnitten, als im Radio von einem Mord in London berichtet wird. Unerwartet trifft ein Sergeant ein, um zu ermitteln. Und plötzlich gibt es auch in der Pension eine Leiche. Schnell ist klar: Der Mörder muss einer von ihnen sein. Jeder verdächtigt jeden. Nichts ist, wie es scheint. Und noch mehr Menschen sollen sterben …

Regie: Barbara-David Brüesch
Bühne: Damian Hitz
Kostüme: Heidi Walter
Musik: Micha Kaplan
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Michael von Burg, Julka Duda, Manuel Herwig, Stefan Lahr, Andreas Storm, Miriam Wagner

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

EIN SOMMERNACHTSTRAUM

von William Shakespeare. Deutsch von Rebekka Kricheldorf

Freilicht-Premiere: 17. Mai 2018

Theseus, Herzog von Athen, steht kurz davor Hippolyta zu heiraten, die Königin der Amazonen. Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit. Diese Frist setzt er auch seiner Tochter Hermia, die sich entscheiden muss, ob sie nach dem Willen ihres Vaters den verhassten Demetrius oder – unter Androhung des Todes – den von ihr heiss geliebten Lysander zum Mann nehmen will. Sie hört auf ihr Herz und ihre Wahl fällt auf Lysander, mit dem sie Hals über Kopf in den Wald flieht. Ihre Freundin Helena, die, leider unerwidert, den Demetrius liebt, erzählt ihrem Angebeteten von Hermias Geheimnis – nur um ihm, der Hermia und Lysander eifersüchtig in den Wald gefolgt ist, ihrerseits nachzustellen. Dieses Liebeschaos wird im dunklen Forst erst richtig kompliziert, denn hier treibt der Waldgeist Puck sein Unwesen als rechte Hand des Elfenkönigs Oberon. Dieser hat einen veritablen Ehekrach mit seiner Gemahlin Titania und möchte ihr eins auswischen. Zu diesem Zweck lässt sich Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unsterblich in den Erstbesten verliebt, den man beim Aufwachen erblickt. Das «Opfer» wird Zettel sein, Mitglied einer liebenswert-chaotischen Gruppe von Handwerkern und Theaterenthusiasten, die im Wald das Stück von «Pyramus und Thisbe» einstudieren. Diesem hext Puck einen Eselskopf auf den Leib und führt ihn zur schlafenden Titania. Nebenbei soll der rastlose Puck auch noch die zerstrittenen Liebenden mit dem Kraut versöhnen. Allerdings erwischt er dabei die Falschen, der Liebeskummer wird zur Raserei, der Feenwald zum fast tödlichen Albtraumdickicht. Doch den Waldgöttern sei Dank gibt es ein Gegenmittel …

Regie: Elias Perrig
Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht
Live-Musik: Sandro Corbat
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Julian M. Boine, Sandro Corbat, Julka Duda, Marie Gesien, Stefan Lahr, Pit Arne Pietz, Miriam Wagner

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

TRANQUILLO

Ab dem 12. April 2018 im Kino

Als Mittzwanziger lebt Peter ein routiniertes urbanes Leben und organisiert Partys. Er ist zwar charmant, handelt aber egoistisch und versucht damit sein Umfeld von sich abhängig zu machen. Ein chronisch auftretender Tinnitus löst selbstzerstörerische Impulse aus, in denen er sich mehr und mehr isoliert, von Freunden distanziert und seine Beziehung beendet. Verdrängung und Einsicht liegen nahe beieinander, als er darum ringt, sein gewohntes Leben aufrechtzuerhalten und an körperlichen sowie mentalen Grenzen scheitert.

DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN

oder Die Feuerprobe. Ein grosses historisches Ritterschauspiel von Heinrich von Kleist

Premiere am 25. Januar 2018

Eines Tages im Mittelalter kommt der tapfere Ritter Friedrich Wetter vom Strahl mit einer kleinen Reparaturarbeit an seiner Rüstung zu Theobald Friedeborn, dem Waffenschmied am Marktplatz von Heilbronn. In der Schmiede begegnet der Ritter der Tochter des Waffenschmieds: Katharina, genannt Käthchen. Und von dem Augenblick an, in dem das Käthchen zum ersten Mal den Ritter erblickt, kann sie nicht mehr anders: sie muss ihm folgen – wie der Blitz schlägt der Ritter vom Strahl in ihrem Leben ein. Sie springt ihm aus dem Fenster hinterher, verletzt sich dabei lebensgefährlich, doch kaum ist sie genesen, folgt sie ihm «wie ein Hund», lagert in seinen Ställen, und als der Ritter sie mit der Peitsche davonjagt, verzieht sie sich unter einen Holunderbusch vor seinem Schloss Wetterstrahl. Dieser Zustand dauert an, bis Käthchens Vater den Grafen vor Gericht der teuflischen Künste und Verführung seiner Tochter anklagt. Was für Käthchen Gewissheit ist, ahnt der launische Graf bloss: Die Vorsehung hat Käthchen und ihn füreinander bestimmt. In einem parallelen Traum waren sie einander bereits begegnet, zusammengeführt von einem Cherub. Friedrich muss den Traum erst über Umwege entschlüsseln: Er missversteht manches Zeichen und läuft in die Arme seiner Feindin, der Kunigunde von Thurneck … Für das glückliche Ende bedarf es einer ausgerechnet von Kunigunde angezettelten Probe, in der Käthchen ihr Leben riskiert – es ist die «Feuerprobe» …

Regie: Barbara-David Brüesch
Bühne: Corinne L. Rusch
Kostüme: Karin Jud
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Nicolas Batthyany, Katharina von Bock, Michael von Burg, Julka Duda, Matthias Kurmann, Stefan Lahr, Andreas Storm

weitere Spieldaten siehe Spielplan: Spielplan Theater Kanton Zürich

THEATER KANTON ZÜRICH

Beginnend mit der Spielzeit 2017/18 ist Joachim Aeschlimann festes Ensemblemitglied vom Theater Kanton Zürich

Joachim Aeschlimann ist 1987 in Zürich geboren. Er tritt schon früh öffentlich in verschiedenen Theaterstücken auf, so mit vierzehn Jahren als Prinz Edward in einer Inszenierung Stefan Puchers von William Shakespeares «Richard III.» im Schauspielhaus Zürich. Im Jahr 2007 nimmt Joachim Aeschlimann zunächst ein Lehramtsstudium für die Primarschule am Institut Unterstrass auf, das er 2010 erfolgreich abschliesst. Im gleichen Jahr schreibt und illustriert er «Alles nur Theater», einen Lehrfächer mit Übungen aus dem Bereich der Theaterpädagogik. Es folgt ein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, das er 2017 mit dem Master of Arts abschliesst. Während seines Studiums erhält er 2012 den Studienpreis des Migros-Kulturprozent im Fachbereich Schauspiel und ein Jahr später den Studienpreis der Armin Ziegler-Stiftung. Er spielt in zahlreichen Produktionen am Theater der Künste u.a. in der Regie von Christina Rast, Stefan Nolte und Christoph Frick. Ebenfalls gastiert er am Jungen Schauspielhaus Zürich als Robert im Stück «Die grüne Katze» in der Regie von Enrico Beeler. Seit 2012 ist er vermehrt in TV- und Kinoproduktionen zu sehen, so in dem schweizerischen Spielfilm «Ziellos» (Regie Niklaus Hilber) oder in den Kinofilmen «Heimatland» (Regie Tobias Nölle) und «Amateur Teens» (Regie Niklaus Hilber). Sein Erstengagement führt ihn ab der Spielzeit 2017/2018 zum Theater Kanton Zürich.

Zum laufenden Spielplan:
Spielplan Theater Kanton Zürich

REISE NACH COMALA

Uraufführung nach dem Roman Pedro Páramo von Juan Rulfo

Musiktheater
für Schauspielensemble, Vokalensemble, Intrumentalensemble und Elektronik

Reise nach Comala ist ein Gespräch mit Toten. Comala ist der Ort, an dem die Stimmen jener gespeichert bleiben, die unter der gewissenlosen Herrschaft Pedro Páramos samt ihrem Dorf längst zugrunde gegangen sind. Reise nach Comala ist ein «Theater der Stimmen», ein vielstimmig klingender Raum, der die Trennung zwischen Zuschauer und Bühne aufhebt.

Pedro Páramo, der einzige Roman des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo aus dem Jahre 1955, gilt heute als Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur, als einsamer, kühn montierter Vorläufer des magischen Realismus. Seine Sprache ist von einfacher und strenger Schönheit. Der Roman zeichnet das Bild einer rigiden, erstarrten Gemeinschaft innerhalb eines Systems aus Abhängigkeit und Mittäterschaft. Selbsttäuschungen und Illusionen verhindern jede Veränderung. Doch eine Stimme widersteht der Gewalt. Kann Freiheit und Erneuerung gelingen ohne die Einsicht in den Selbstbetrug?

Reise nach Comala – die Musik Germán Toro Pérez’ ist ganz dem Text Rulfos verpflichtet, dessen kultureller Schärfe, sprachlicher Vielfalt und poetischer Kraft. Sie führt durch stetig wechselnde Erzählperspektiven, Handlungs- und Zeitebenen hinein in die labyrinthische Welt Comalas.

Musik: Germán Toro Pérez / Libretto, Regie: Stefan Nolte / Ausstattung: Mathis Neidhardt / Licht: Stefan Bolliger / Video: Georg Lendorff / Musikalische Leitung: Peter Siegwart / Schauspiel: Jessica Früh, Mona Petri, Joachim Aeschliman, Ingo Ospelt, Jonas Rüegg, Lukas Waldvogel, André Willmund

Vokalensemble Zürich: Muriel Schwarz (Solo), Keiko Enomoto, Jean-Christophe Groffe, Reto Hofstetter, Jean Knutti, Gianna Lunardi, Chasper Mani, Akira Tachikawa / Ensemble PHACE, Wien: Petra Ackermann, Alexandra Dienz, Reinhard Fuchs, Michael Krenn, Doris Nicoletti, Ivana Pristasova, Daniel Riegler, Roland Schueler, Berndt Thurner / ICST Institute for Computer Music and Sound Technology, Zürich – Klangregie: Germán Toro Pérez, Florian Bogner

In Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste
Departement Darstellende Künste und Film/Departement Musik

Reise nach Comala (Trailer) from Stefan Nolte on Vimeo.

Premiere Di 16. Mai 2017, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen Do 18. / Fr 19. / Sa 20. Mai 2017, jeweils 19.30 Uhr

Bühne A, Gessnerallee 9, 8001 Zürich
Theater der Künste

Aufführungen in deutscher Sprache
Spanisch gesungene Texte mit deutschen Untertiteln

www.vokalensemblezuerich.ch
www.chambermusic.ch

DIE GRÜNE KATZE

von Elise Wilk

JSPH_eFlyer_GrüneKatze.2016.jpg

aus dem Rumänischen von Ciprian Marinescu und Frank Weigand
Deutschsprachige Erstaufführung

Bianca schwärmt für Robert. Doch der ist damit beschäftigt, dem Lebensplan, den seine Eltern für ihn vorgesehen haben, zu entkommen. Bianca teilt mit ihrer besten Freundin Roxana alles, auch Victor, den Schutzengel. Biancas Schwester Flori versucht mit Beschwörungen das Schicksal zu überlisten. Biancas früherer Freund Boogie beamt sich mit Pillencocktails in andere Sphären, um sich über den Verlust von Bianca hinwegzutrösten. Dani jagt der grünen Katze nach, durch die für ihn alles leichter wird. Im „President“ fordern sie das Leben heraus. Doch ein Samstagabend dort endete anders als alle vorherigen.

Das Stück erzählt von der Sehnsucht nach einer Bestimmung im Leben, nach Halt und Geborgenheit.

Premiere am 5. Juni 2015

Regie: Enrico Beeler
Bühne: Marc Totzke
Kostüme: Cornelia Koch
Musik: Simon Ho
Choreografie: Buz
Dramaturgie: Petra Fischer
Trailer: Alun Meyerhans
Es spielen: Joachim Aeschlimann, Matthias Britschgi, Lotti Happle, Aaron Hitz, Sibylle Mumenthaler, Anna Schinz

SRF Spielfilm «Ziellos» Regie: Nick Hilber

mit Joel Basman, Mona Petri, Peter Jecklin, Joachim Aeschlimann


«Ziellos» ist ein ergreifendes Drama über einen Jugendlichen, der verzweifelt nach Halt und Orientierung sucht und dabei scheitert – mit fatalen Folgen für ihn und die Welt um ihn herum.

Regisseur und Drehbuchautor Niklaus Hilber entwickelte die Geschichte von Pascal, nachdem er 2007 in der Zeitung über den «Fall Höngg» gelesen hatte, bei dem ein Rekrut an einer Bushaltestelle grundlos ein Mädchen mit seinem Sturmgewehr erschoss.

Hilber geht in «Ziellos» nicht auf diesen spezifischen Fall ein, ihn interessierte mehr die Frage, warum sich in der jüngeren Vergangenheit solche Fälle mehrten, wo Jugendliche ihre Ohnmacht und Frustration in Gewaltausbrüchen entladen. Der Film beschreibt mögliche Aspekte, Umstände und Stressfaktoren, denen Jugendliche in der heutigen Zeit häufig ausgesetzt sind und die in ungünstigen Konstellationen zu solchen Gewaltausbrüchen führen können. Ebenso werden Ansätze aufgezeigt, wie solch negativen Entwicklungen entgegengewirkt werden könnte. Am Schluss zwingt der Film den Zuschauer jedoch, eigene Erklärungen für das Unfassbare zu finden.

LESEN STATT HETZEN – Matinée für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Literatur, Kunst und Sexualität

Lesung, Referat, Musik und Performance zu Daniel Saladins Buch „Aktion S. Eine Hetzjagd nimmt ihren Lauf“

Tatort Zürich. Der Deutschlehrer Daniel Saladin wird angeklagt, weil er im Unterricht Pornographie verbreitet haben soll. Gemeint war Weltliteratur wie Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ von 1891. Ein absurder Prozess beginnt und endet mit einem physisch und psychisch stark angeschlagenen Menschen. Ein Skandal. Saladin beschreibt in seinem 2014 erschienenen Buch „Aktion S. Eine Hetzjagd nimmt ihren Lauf“ , was ihm widerfahren ist und stellt diese Erfahrung in einen zivilisationskritischen Rahmen. Der Text ist auch eine Reflexion über Hatzszenarien, Justiz und Pornographie.
Die Matinée setzt ein Zeichen gegen Prüderie, Verlogenheit, Doppelmoral und Zensur in einer angeblich offenen Gesellschaft. Daniel Saladins Buch dient als Ausgangspunkt für eine gesellschaftskritische Betrachtung der heutigen Tendenzen zu Hysterie und Hatz – die weder vor dem aufgeschlossenen Zürich noch vor der Justiz oder der Schule Halt machen. „Lesen statt Hetzen“ fordert zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Literatur, Kunst und Sexualität auf. Die Lesung wird durch philosophische, literarische, musikalische und theatralische Inputs angereichert und soll zu Diskussionen anregen. Menschen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, wie auch Lehrpersonen und ehemalige Schülerinnen und Schüler von Daniel Saladin setzen Akzente.

Mit: Joachim Aeschlimann, Annatina Bandli, Anaïs Bourgogne, Robert Braunschweig, Lea Dudzik, Sonja Glock, Aurel Mäder, Miriam Morgenstern, Daniel Riniker, Matthias Roth, Katharina Rückl, Ruth Schweikert, Christian Seiler, Levin Vieth, Heiner Weidmann, Yvonne Weissberg

Moderation: Bettina Spoerri, Leiterin Literaturhaus Lenzburg

Programm Theater Neumarkt
Im Ticketpreis von CHF 25/20.- ist ein Apéro inbegriffen.
Wegen grosser Nachfrage wird der Vorverkauf empfohlen.
Tickets: 044 267 64 64 oder tickets@theaterneumarkt.ch

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